Rudolstadt

Die ehemalige fürstliche Residenzstadt, im Jahr 776 erstmals urkundlich erwähnt, genießt als „Schillers heimliche Geliebte“ und dank seiner reizvollen Lage unterhalb des imposanten Schlosses Heidecksburg, dem Wirken berühmter Persönlichkeiten sowie hochwertiger Tourismus- und Freizeitangebote den Ruf eines kulturellen Kleinodes über den Freistaat Thüringen hinaus. Heute leben hier rund 25.000 Einwohner_innen.

Neben Deutschlands größtem Weltmusikfestival und dem berühmten „Vogelschießen“ als größtes Volksfestvergnügen in Thüringen gibt es hier für Einheimische und Gäste noch zahlreiche andere Festivals, große Kultur-Ereignisse und Möglichkeiten zur niveauvollen Freizeitgestaltung.

Als Beispiele für überregional bekannte Events wären die Altstadtfeste, Barockfeste, unterschiedliche Theaterfestivals, der Rudolstädter Konzertsommer, „Schillers Weihnacht“ und das europaweit einzigartige Extremsport-Ereignis „getting tough“ zu nennen. Weltbekannt ist Rudolstadt ebenso durch die traditionellen Zierporzellan-Manufakturen, die Herstellung der „Anker“-Steinbaukästen und über Jahrzehnte als wichtiger Standort der chemischen und pharmazeutischen Industrie, sowie der Siemens-Röntgenröhren-Produktion.

Mit Friedrich Schiller, der hier als junger Mann eine sehr glückliche Zeit verbrachte, seine spätere Ehefrau Charlotte kennenlernte und mit Goethe erstmals zusammentraf, besitzt Rudolstadt heute ein wertvolles touristisches Markenzeichen. Diese Geschichte ist im Schillermuseum, zu dem ein Restaurant mit idyllischem Veranstaltungsgarten gehört, beeindruckend nachzuvollziehen. Auch im Stadtbild sind Hinweise auf den Dichter Friedrich Schiller allgegenwärtig. Neben ihm und Goethe zogen das Fürstenhaus Schwarzburg-Rudolstadt und der kleine, aber immer auch weltoffene Ort am Ufer der Saale noch andere Genies wie Humboldt, Herder, den Kindergarten-Gründer Friedrich Fröbel, Paganini und den Komponisten Richard Wagner an.

Im Schloss Heidecksburg, das als bauliches Wahrzeichen weithin sichtbar über der sanierten Altstadt thront, sind nicht nur die barocken Festräume, eine naturhistorische Schau und eine Gemäldegalerie zu besichtigen. Besonders die phantasievollen, winzigen Schlösser-Welten der Ausstellung „rokoko en miniature“ locken jährlich tausende Besucher_innen in die Museen der Heidecksburg. Sehenswert sind auch die „Thüringer Bauernhäuser“ inmitten der großflächigen Grünanlage des Heine-Parks, die als ältestes Freiluftmuseum Deutschlands gelten.  

Rudolstadt verfügt außerdem über ein eigenes, traditionelles Theaterhaus mit Schauspiel-Ensemble und dem Orchester „Thüringer Philharmoniker Saalfeld-Rudolstadt“. Mit einem abwechslungsreichen Spiel- und Konzertplan und hoher Auslastung in mehreren Spielstätten begeistern  sie das Publikum weit über die Region hinaus.

Neuentstandene Wohngebiete zum Beispiel im „Rudolspark“ oder in verschiedenen Ortsteilen, die erfolgreiche Sanierung der historischen Altstadt mit ihrer langen Fußgängerzone, die moderne Umgestaltung der Plattenbausiedlungen aus der ehemaligen DDR,  die Schaffung einer ausreichenden Zahl von Kindergartenplätzen und anderer sozialer Betreuungseinrichtungen sowie zentrumsnahe Einkaufsmöglichkeiten machen das Alltagsleben in der überschaubaren Stadt angenehm. Dazu tragen auch der Handwerkerhof in der Innenstadt, eine Dreifelder-Sporthalle im Gelände eines zur Regel-Schule  umgebauten Kasernen-Komplexes am Bayreuther Platz, ein Freibad im Heine-Park, das Kino CinePLEX, zahlreiche Sportplätze und das Erlebnisbad „saalemaxx“ bei.

Für Tourist_innen und Gäste dürfte Rudolstadt nicht nur wegen eines Besuches der zahlreichen Kulturangebote interessant sein. In den Nachbarstädten Saalfeld und Bad Blankenburg, die seit vielen Jahren mit Rudolstadt im Städteverbund „Dreiklang“ zusammenarbeiten, gibt es weitere touristische Anziehungspunkte, wie zum Beispiel die Saalfelder Feengrotten oder die Burg Greifenstein in der Lavendelstadt Bad Blankenburg. Gut ausgebaute Wander- und Radwege in der Umgebung des nahen Thüringer Waldes, Möglichkeiten zum Wasser-Wandern auf der Saale, viele historische Stätten und nicht zuletzt die Nähe zum malerischen Schwarzatal mit der Attraktion einer fürstlichen „Zeughaus“-Ausstellung auf Schloss Schwarzburg bieten  außerdem eine ganze Reihe von reizvollen Ausflugszielen.

Frank Michael Wagner

Pressereferent Stadt Rudolstadt